18
Dez
2008

Huaca Pucclana

Am Vormittag bin ich gemuetlich ueber die Avenida Arequipa zur Vor-Inka Pyramide der Lima People geschlendert mit einem relaxten Fruehstueck in meinem Stammkaffe Z (cafezetaperu.com - gibt es scheinbar temporaer gar nicht die Webseite...) im Bauch. Im Hotel gibt es jeden Tag nur Broetchen, Butter und Marmelade, Kaffee, heisse Milch und heisses Wasser.

Huaca Pucclana ist echt schoen. Die Bauart sieht aus wie volle Buecherregale. Guckst du hier ...

Dort liefen auch zwei peruanische Hunde herum. Gibt es wohl nicht mehr so haeufig. Sie haben kein Fell und sehen, naja, etwas haesslich aus. Zumal einer Haare auf dem Kopf hatte, Irokesenschnitt, und eher wie eine abgewrackte Hyänen.
Oder was sagt Ihr ...

Insgesamt habe ich mich inzwischen voll akklimatisiert, bin wohlauf und mir kommt der Winter schon seeeeehr weit weg vor. Schneit es bei Euch?

Den Nachmittag hatte ich mir komplett freigenommen. Jetzt treffe ich mich mit Jean-Paul auf ein Bier und ein nettes Gespraech. Ueberhaupt habe ich die letzten Tage viele nette Leute kennengelernt, hauptsaechlich Studenten und Touristen. Ach ja, die ersten Gruppenmitglieder habe ich schon kennengelernt. Ich verrate noch nichts ... (to be continued)

Nachtrag & Korrekturen

Netterweise hat mir Stefan (Danke dafuer) ein paar Korrekturen meines Eintrages gemailt. Die will ich dem Fachpublikum nicht vorenthalten:

... hier ein paar deutsche Namen die Du vielleicht korrigieren möchtest. Der Guano-Tölpel (=Booby), die Guano Scharbe (=Guano Kormoran), die Buntscharbe (Red-neck kormoran), der Garnot-Lummensturmvogel (Peruvian diving Petrel - nur noch 10000 Brutpaare in Peru und Chile) ...

Navidadshopping und Maenneken Piss

Kurz entschlossen bin ich heute mit dem Bus nach Downtown Lima gefahren. Die Eindruecke von der Jeepfahrt Richtung Pucusana haben mich neugierig gemacht mehr als Miraflores zu sehen. Das Bussystem ist etwas anders als in Deutschland. Es gibt kaum klassische Bushaltestellen bzw. es gibt bekannte Haltebereiche, die ich ohne die Hilfestellung von der Hotelrezeption nicht gefunden haette. Ich habe jedenfalls keine H-Schilder gesehen. Man macht auf sich aufmerksam und springt in den Bus. Der Schaffner schreit ab und zu den Zielort auf die Strasse. Es funktioniert wunderbar...

Das Stadtbild ist gepraegt von grossen Strassen, Haeusern im Kolonialstil, Gittern vor allen Fenstern, Geschaeften und Einfahrten. Die kleineren Strassen sind meist Einbahnstrassen. An jeder groesseren Kreuzung steht ein Verkehrspolizist und unterstuetzt die Ampeln bei ihrer hoffnungslosen Aufgabe. Es ist ein buntes Gewirr das sich unter dem vormittags grauen Himmel abspielt. Ueberhaupt ist viel grau in grau. Wie ich jetzt schon des oefteren gelesen und gehoert habe, eine gar nicht so einfach zu verkraftende graue Stimmung.

Es ist trocken, ist ja auch eigentlich Wuestengegend, und erstaunlich sauber. Es ist nicht klienisch sauber wie in Singapur, eher ist der Gesamteindruck in der Innenstadt recht sauber. Ich war erst ueberrascht ueber die 10erschaften Polizisten mit Plexiglasschutzschilden an jeder zweiten Ecke bis ich an der Iglesias San Francisco den Grund fand. Es war eine Demonstration. Die Gruppe der Demonstranten standen auf dem eingezeunten Kirchplatz und hatten die Schilder niedergelegt. Na gut, ich haette sie so oder so nicht verstanden. Ich erfuhr spaeter, dass es wohl gegen neue "Manifestacion"en (wahrscheinlich Gesetze) geht.

Die Stimmung wirkte relativ entspannt und - nach einer spontanen statistischen Erhebung wuerde ich sagen, jeder 5 Polizist war mit seinem Handy beschaeftigt. Trotzdem bog ich in eine andere Richtung ab und befand mich im vollen Navidadshopping Gewimmel. Es war voll und die Geschaeftspalette erstreckte sich von jeglicher Metzgerware fuers Festessen bis zur peruanischen Krippen in Massen. Urspruenglich hatte ich ueberlegt in ein Museum zu gehen, aber das war viel lebendiger.

Spaeter kehrte ich auf dem Weg zum mir einzig bekannten "Bushaltestellen"-Bereich fuer meine blaue Kleinbuslinie 24 zurueck zur Iglesias San Francisco. Die Demonstration hatte sich aufgeloest und nur noch wenige Polizisten waren da. Dafuer waren zig Tauben auf dem Platz. Ich beobachtete die Szenerie, Touristen machten Fotos, Kinder fuetterten und scheuchten die Tauben. Bis ploetzlich so ein Maenneken auf den Brunnen kletterte und in hohem Bogen in den kleinen Brunnen pinkelte. Der Pfiff eines Ordners ertoente und es erhob sich ein Gelaechter... und leider auch die Tauben in Scharen. Der Strahl von Maenneken Piss versiechte und der die Szene endete mir dem paedagogisch wertvollen Schulterklopfen des lachenden peruanischen Vaters.

Zum Ende noch ein Tipp: Ich fand die Bar Cordano. Seit 1906 eine Institution in Lima. Hier hat schon der Praesident sein Sandwich geholt. Leider war der Kaffee nicht so gut, dafuer das Gespraech mit einem Studenten, der fuer seinen Prof. die fotografierte. Er erzaehlte mir die ganze Geschichte und die Bar ist wirklich einen Besuch wert. Vielleicht lieber ein anderes Getraenk waehlen...
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