17
Dez
2008

Koelner Zoo Pinguine in Peru

Es war ein toller Tag auf dem Meer. Stefan kam kurz vor 7h und stellte mir Jean-Paul und Aldo vor, beide nette Peruaner. Aldo als Fahrer und Jean-Paul als Fuehrer. Da ich der Einzige Expeditionsteilnehmer ohne besondere Aufgaben war, konnte ich in Ruhe Fragen stellen und alles beobachten. Wir fuhren ins 60km suedlich gelegene Pucusana und gingen auf ein Schauchboot mit Hartrumpf.

Wie sich zeigte freuten sich die Bottlenose dolphins sehr ueber das schnelle Boot. Sie flitzten um den Bug herum und kamen sehr nah an das kleine und wendige Boot. Es war einfach genial. Wir trafen erst 2er Paare und dann ganze Gruppen mit je 10 bis 20 Tieren. Stefan und Jean-Paul sind an einem Delphin-Projekt beteiligt. Die einzelnene Delphine sollen an eindeutigen Merkmalen, wie z.B. der Flossenform identifiziert werde. Sie haben schon 60 000 Fotos und dabei 1000 Delphine gezaehlt und katalogisiert. Die grossen Tuemmler sind enorm gross und wir kennen sie, glaube ich, unter dem Fachbegriff *Flipper*
- wunderschoene Tiere mit sehr unterschiedlicher Bauchbemalung. Es waren eimal drei Tiere die seitlich schwimmend vor dem Boot die Geschwindigkeit muehelos hielten.

Wir trafen auch auf meine Kollegen aus dem Koelner Zoo, die Humboldt-Pinguine! Ich hatte mich komplett in meine schwarze Regenjacke begeben, den Hut aufgezogen und die Kapuze drueber. Fuer meine Nase hatte ich ein Taschentuch unter meine dicke Sonnenbrille geklebt. Es sollte kein Sonnenstrahl auf meine Haut brennen. Jean-Paul hat ein Foto gemacht, Aldo verstand nicht warum ich das Taschentuch nicht wegnahm. Ich habe ihm mit Hilfe von Jean-Paul als Uebersetzer erklaert, als Koelner liebt man Karneval und man kann genauso unterjaehrig Verkleidungen ausprobieren. Heute Nacht im Traum ist mir erst aufgefallen wie ich aussah: wie ein Pinguin.
Wir fuhren parallel zur Kueste und kamen zu einem Trupp schwimmender Pinguinen, genauer gesagt den Humboldt Pinguinen, die ich seit Kinderwagenzeiten gut kenne. Wir hielten einigen Abstand damit sie nicht wegtauchen und konnten sie lang beobachten. Im Traum wurde ich etwas traurig, weil sie mich nicht wiedererkannt haben...

Auf dem Weg nach Asia Island, einer Guano-Insel, sahen wir Seeloewen. Mein Favorit war ein cooler Bursche, der alleine weiter draussen war und uns bei der Vorbeifahrt uns beobachtete.
Er sah aus wie eine vergessene Boje und war wohl einfach neugierig. So wie wir.

Wir haben tausende von peruanischen Pelikanen, Guano-/ und Rednek- Kormoranen, Guano-Tölpel (Boobies) gesehen. Sehr suess und wohl eine gefaehrtedet Art sind die Peruvian Diving Petrel. Jean-Paul war ganz wild darauf mir eine zu zeigen. Auf der Rueckfahrt hatten wir Glueck und sahen erst einen Einzelnen und dann eine Fuenfergruppe, die direkt wegtauchten. Mich hat es begeistert mit dem Boot auf gleicher Hoehe neben den in Formation fliegenden Kormoranen zu fahren. Sehr spannend.

So genug geschrieben. Ich bin gestern nach dem Essen nicht mehr an den Hotel-PC gekommen und habe ein kurzes Nickerchen eingeschoben. Ueberraschenderweise kann ich jetzt direkt mit dem Fruehstueck weitermachen.
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